{"id":678,"date":"2013-09-04T21:35:19","date_gmt":"2013-09-04T19:35:19","guid":{"rendered":"https:\/\/23spotsgroup.com\/23spotsdiving\/?page_id=678"},"modified":"2017-10-23T11:45:31","modified_gmt":"2017-10-23T09:45:31","slug":"taucherkrankheit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/23spots.com\/23spots-divers01\/taucherkrankheit\/","title":{"rendered":"Taucherkrankheiten"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<h3>Krankheiten die in Verbindung mit dem Tauchen stehen<\/h3>\n<p>Es gibt Krankheiten, welche in Verbindung mit dem Tauchen auftreten. Jeder Taucher lernt diese oder h\u00f6rt von diesen in seiner &#8222;Laufbahn als Taucher&#8220;. Bei der Beachtung der Sicherheitsma\u00dfnahmen ist das Tauchen nicht gef\u00e4hrlich, vorausgesetzt man ist gesund. Wir haben Euch daher nochmals die Krankheiten, welche durch das Tauchen ausgel\u00f6st werden aufgelistet und beschrieben.[\/vc_column_text][vc_separator css=&#8220;.vc_custom_1508739477356{margin-top: 15px !important;margin-bottom: 15px !important;}&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<h4>Dekompressionskrankheit<\/h4>\n<p>Als Dekompressionskrankheit- oder Unfall werden unterschiedliche Verletzungen durch die Einwirkung von \u00dcberdruck sowie zu hoher oder schneller Druckentlastung bezeichnet.\u00a0<span style=\"font-weight: 400;\">Diese Druckverletzungen treten vorwiegend bei Tauchunf\u00e4llen auf. Sie werden deshalb auch als Caissonkrankheiten (von Senkkasten) oder Taucherkrankheit genannt. Die Ursache aller Dekompressionskrankheiten bzw. -Unf\u00e4lle ist die Bildung von Gasblasen im K\u00f6rperinneren.\u00a0<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Der Unterschied zwischen der Dekompressionskrankheit (decompression illness, DCI) und der Caissonkrankheit (decompression sickness, DCS) kommt im Deutschen aufgrund der \u00dcbersetzung der Begriffe \u201eIllness\u201c und \u201eSickness\u201c kaum zur Geltung und wird von einigen Tauchmedizinern auch nicht akzeptiert. Au\u00dferdem wird in der Literatur DCI auch als Abk\u00fcrzung f\u00fcr den Dekompressionsunfall (decompression incident, DCI) verwendet, welcher anhand der Symptome und deren Entwicklung weiter typisiert wird.\u00a0<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Im Englischen wird die h\u00e4ufigste Form der Dekompressionskrankheit (decompression sickness) oder (decompression illness) genannt.\u00a0<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Der \u00dcberbegriff Dekompressionskrankheit umfasst die Sch\u00e4den, welche durch die Gasbildung \u00fcbersch\u00fcssigen Inertgas, wie z. B. Stickstoff oder Spezialatemgasen entstehen. Sowie Sch\u00e4den die bei druckbedingten Einrissen zentraler Lungengef\u00e4\u00dfe und darauf folgender gasembolischer Verschl\u00fcsse zustande kommen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ursachen:<br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Nach dem Gesetz von Henry steht die Menge eines in Fl\u00fcssigkeit gel\u00f6sten Gases in direktem Verh\u00e4ltnis zum Partialdruck des Gases \u00fcber der Fl\u00fcssigkeit. Aus diesem Grund diffundiert bei einem Tauchgang auf ca. 30 Metern Tiefe durch den hier erh\u00f6hten Partialdruck des Gases in der Atemluft entsprechend mehr Stickstoff durch die Alveolen und l\u00f6st sich im Blut. Wir erinnern uns, die L\u00f6slichkeit eines Gases steigt mit dem Umgebungsdruck. Stickstoffreiches Blut wird durch die Gef\u00e4\u00dfe zu den verschiedenen Geweben im K\u00f6rper transportiert, wo sich die Stickstoff-Konzentration entsprechend der Partialdruckverschiebung und der vermehrten L\u00f6slichkeit erh\u00f6ht. Die unterschiedlichen Gewebe werden in den Dekompressionsmodellen als Kompartimente bezeichnet. Die Aufs\u00e4ttigung (Stickstoffanreicherung im Gewebe) findet mit unterschiedlicher Geschwindigkeit statt. Diese Geschwindigkeit richtet sich nach der Durchblutung der Gewebe.\u00a0<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Stark durchblutete Gewebe, wie zum Beispiel das Gehirn, wird als \u201eschnelles\u201d Gewebe bezeichnet, die weniger durchblutete Gewebe, wie Gelenke und Knochen, sind \u201elangsames\u201d Gewebe. Die Halbwertszeit eines Gewebes bezeichnet die Zeitdauer, die dieses ben\u00f6tigt, um auf einer bestimmten Tiefe die H\u00e4lfte der Aufs\u00e4ttigung beziehungsweise Ents\u00e4ttigung zu bew\u00e4ltigen. W\u00e4hrend des Aufstiegs ents\u00e4ttigen sich die Gewebe von dem angesammelten Stickstoff, welchen das Blut zur Lunge transportiert und \u00fcber die Lunge abgeatmet wird. Durch einen zu schnellen Aufstieg zur Oberfl\u00e4che, welcher nicht unter Dekompressionsregeln durchgef\u00fchrt wird, sinkt der Au\u00dfendruck schneller als es zur Ents\u00e4ttigung kommen kann. Dadurch kommt es dann in Blut und Gewebefl\u00fcssigkeit zu einer Gas\u00fcbersattigung. Die gel\u00f6sten Gase, einschlie\u00dflich Stickstoff, bleiben dann nicht vollst\u00e4ndig in L\u00f6sung, sondern es kommt zur Blasenbildung. Vergleichbar ist dies mit dem Aufsch\u00e4umen beim \u00d6ffnen einer Sprudelflasche. Die so entstandenen Gasblasen k\u00f6nnen zu mechanische Verletzungen in Geweben f\u00fchren und in den Blutgef\u00e4\u00dfen eine lokale Unterbrechung der Blutversorgung durch Gasembolien verursachen.<\/span>[\/vc_column_text][vc_separator css=&#8220;.vc_custom_1508739477356{margin-top: 15px !important;margin-bottom: 15px !important;}&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<h4>DCS I<\/h4>\n<p>Die Dekompressionskrankheit DCS Typ I wird in der Taucherszene oft als \u201eleichte DCS\u201d oder \u201eBends\u201d bezeichnet.<br \/>\nBei der Dekompressionskrankheit DCS vom Typ I lagern sich Blasen in der Haut, der Muskulatur, den Gelenken oder den Knochen an. Dort wird Juckreiz (Taucherfl\u00f6he), Bewegungseinschr\u00e4nkungen, Gelenkschmerzen und Druckempfindlichkeit der Muskeln verursacht. Zu 70% treten diese Symptome innerhalb der ersten Stunde nach dem Tauchgang ein, es gab aber auch schon F\u00e4lle in denen diese Symptome auch noch 24 Stunden nach dem Tauchgang beschrieben wurden.<br \/>\nAm h\u00e4ufigsten sind die \u201eTaucherfl\u00f6he\u201d, ein starker Juckreiz, der sich durch blaurote Verf\u00e4rbung mit leichter Schwellung zeigt. Die Schwellung (\u00d6dem) wird durch den Verschluss von Kapillaren und Lymphgef\u00e4ssen der Haut durch Mikroblasen verursacht, durch die eine erh\u00f6hte Durchl\u00e4ssigkeit f\u00fcr Wasser vorhanden ist.<br \/>\nBewegungseinschr\u00e4nkungen und Schmerzen zeigen sich in den B\u00e4ndern, Gelenke und Knochen. Oft treten diese in den Kniegelenken auf, m\u00f6glich sind diese Schmerzen aber auch im Ellenbogengelenk und in der Schulter. Die Bezeichnung \u201eBends\u201d kommt von der geb\u00fcckten Haltung der Cassionarbeiter, von denen die Meisten an dieser Krankheit leiden.<br \/>\nDie Blasen verursachen in den Muskulatur ziehende Schmerzen und Druckempfindlichkeit. Diese Schmerzen halten einige Stunden an und \u00e4hneln anschlie\u00dfend einem Muskelkater.<br \/>\nNach dem Auftreten soll sofort reiner Sauerstoff verabreicht werden. Auch ohne Druckkammer verschwinden die Beschwerden rasch. Trotzdem ist auch bei Abklingen der Beschwerden eine Druckkammerbehandlung empfehlenswert, da die DCS I \u00f6fters der Vorl\u00e4ufer der gef\u00e4hrlicheren DCS II ist.<br \/>\nNach einer DCS vom Typ I herrscht f\u00fcr den erkrankten Taucher mindestens 3 Wochen Tauchverbot.<br \/>\n[\/vc_column_text][vc_separator css=&#8220;.vc_custom_1508739477356{margin-top: 15px !important;margin-bottom: 15px !important;}&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<h4>DCS II<\/h4>\n<p>Bei der Dekompressionskrankheit DCS II wird in der Taucherszene meist von \u201cschwerer DCS\u201d oder auch zerebrospinaler DCS gesprochen. Bei dieser Variante der Dekompressionskrankheit lagern sich Blasen im Gehirn, dem R\u00fcckenmark oder dem Innenohr ab. Auch verschlie\u00dfen sich durch die Gasblasen die Blutgef\u00e4\u00dfe. Dies wird als Embolien eingeordnet. Zentrale Embolien f\u00fchren unmittelbar zu Bewusstseinstr\u00fcbungen sowie ggf. auch Bewusstlosigkeit und Ateml\u00e4hmungen, weil wichtige Gehirnzellen ausfallen. Hin und wieder hat der Taucher auch eine Bewusstseinstr\u00fcbung, welche erst sp\u00e4ter zur vollst\u00e4ndigen Bewusstlosigkeit \u00fcbergeht. Es k\u00f6nnen ebenso auch Halbseitenl\u00e4hmungen auftreten und isolierte Ausf\u00e4lle der Extremit\u00e4ten. Embolische Verschl\u00fcsse im R\u00fcckenmark dagegen verursachen beidseitige L\u00e4hmungen, Empfindungsst\u00f6rungen oder auch Harn- und Mastdarmst\u00f6rungen. Diese Missempfindungen treten meist etwas sp\u00e4ter als zentrale Embolien auf und steigern sich von den Zehen her bis zur zur vollst\u00e4ndigen L\u00e4hmung zwei Stunden sp\u00e4ter.<br \/>\nDie Innenohrebmolie verursacht \u00dcbelkeit, Brechreiz, Schwindel und Ohrger\u00e4usche. Eine Differenzierung zwischen DCS II und AGE (arterielle Gasembolie ist f\u00fcr den Ersthelfer kaum m\u00f6glich. Aufgrund gleicher Erste-Hilfe-Massnahmen ohne negative Folgen. Nach einer Dekompressionskrankheit Typ gilt f\u00fcr den Taucher ein Tauchverbot f\u00fcr mindestens drei Monate.<\/p>\n<p>Die Symptome lassen sehr schnell auf den Entstehungsort der DCS schliessen:<br \/>\nZNS (Gehirn, neurologisch), Schwindel, Unscharfes Sehen, Blindheit, Kopfschmerzen, Kr\u00e4mpfe, H\u00f6rst\u00f6rungen, Sprachst\u00f6rungen, Bewusstlosigkeit, Pers\u00f6nlichkeitsver\u00e4nderungen, Taumeln, L\u00e4hmung, Schw\u00e4che, Unf\u00e4hig zu urinieren, Inkontinenz, Motorische St\u00f6rungen<br \/>\nJucken, Kribbeln, St\u00f6rung der Sexualfunktion, Muskelzuckungen, \u00d6rtliche Taubheit, Gef\u00fchl der Schwere, Kalte oder taube F\u00fc\u00dfe, Atmung (bardio-respiratorisch, \u201echokes\u201c), Erstickungsgef\u00fchl, Husten, Schock, Bewusstlosigkeit, Tod.<br \/>\n[\/vc_column_text][vc_separator css=&#8220;.vc_custom_1508739477356{margin-top: 15px !important;margin-bottom: 15px !important;}&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<h4>DCS III<\/h4>\n<p>Unter der Dekompressionskrankheit Typ III werden alle Langzeitsch\u00e4den bei Tauchern zusammengefasst. Sie ist als Berufskrankheit anerkannt hierzu z\u00e4hlen die aseptische Knochennekrose, Netzhautabl\u00f6sungen, H\u00f6rsch\u00e4digungen aber auch neurologische Folgesch\u00e4den von nicht behobenen DCS Typ II. Ursache der Skeletterkrankungen und Gelenkver\u00e4nderungen sind die langfristige Aufs\u00e4ttigung des Gewebeses. Hier reichen auch Tauchpausen nicht mehr aus, um dieses langsame Gewebe vollst\u00e4ndig zu ents\u00e4ttigen. Ebenfalls stehen Mikroblasen im Verdacht, welche in der Zeit zwischen Auftauchen und Aufsuchen der Deko-Kammer entstehen k\u00f6nnen (meist Berufstaucher). Besagte Blasen bleiben durch die Rekompression \u201cruhig bzw. stumm\u201d und k\u00f6nnen m\u00f6glicherweise auch zu Langzeitsch\u00e4den f\u00fchren[\/vc_column_text][vc_separator css=&#8220;.vc_custom_1508739477356{margin-top: 15px !important;margin-bottom: 15px !important;}&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<h4>Hypokapnie<\/h4>\n<p>Unter einer Hypokapnie versteht man einen erniedrigten Kohlenstoffdioxidpartialdruck (pCO2 unter 35 mmHg) im arteriellen Blut. Eine Hypokapnie kann bei zu schneller oder tiefer Atmung, der sogenannten Hyperventilation sowie bei respiratorischer Kompensation einer metabolischen Azidose auftreten.<br \/>\nEine Hypokapnie f\u00fchrt zu einer Art \u201cZusammenziehen des Gehirns\u201d, was zu einer zerebralen Hypoxie f\u00fchren kann und somit zur Benommenheit und anderen Symptomen. Es k\u00f6nnen auch weitere Symptome wie Muskelkr\u00e4mpfe im Ruhezustand, insbesondere in den Extremit\u00e4ten, oder Ameisenkribbeln zeigen. Der CO2-Pegel im Blut dient normalerweise zum Atemantrieb. Ein weniger trainierter Taucher hyperventiliert oft vor dem Tauchen im Schwimmbad, um so viel CO2 abzuatmen und damit l\u00e4nger unter Wasser bleiben zu k\u00f6nnen. Dies sollte nur unter kontrollierten Bedingungen stattfinden, da die Gefahr einer m\u00f6glichen Bewusstlosigkeit und des Ertrinkens einfach zu hoch ist.<br \/>\n[\/vc_column_text][vc_separator css=&#8220;.vc_custom_1508739477356{margin-top: 15px !important;margin-bottom: 15px !important;}&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<h4>Kohlenmonoxid-Vergiftung<\/h4>\n<p>Eine Kohlenmonoxidintoxikation oder Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung beschreibt eine Erkrankung, welche durch die Einwirkung des Gases Kohlenstoffmonoxid verursacht wird.<br \/>\nSie kann innerhalb kurzer Zeit zum Tod f\u00fchren. Eine solche Vergiftung kann in wenigen Minuten zum Tod f\u00fchren. Symptome einer m\u00f6glichen Kohlenmonoxidvergiftung sind: Kopfschmerzen und Schwindel, \u00dcbelkeit, erh\u00f6hte Herzfrequenz, Krampfanf\u00e4lle oder Bewusstlosigkeit. Gef\u00e4hrlich wird es, wenn sich in der Atemluft beim Tauchen Kohlenstoffmonoxid befindet, denn dieser Anteil verst\u00e4rkt sich in zunehmender Tiefe und wirkt dementsprechend auf unseren K\u00f6rper. Daher gilt immer nur Luft holen bei Tauchschulen oder Tauchshops welchen ihr vertrauen k\u00f6nnt.[\/vc_column_text][vc_separator css=&#8220;.vc_custom_1508739477356{margin-top: 15px !important;margin-bottom: 15px !important;}&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<h4>Sauerstoffvergiftung<\/h4>\n<p>Es erscheint vielleicht verwunderlich, dass der an sich so lebensnotwendige Sauerstoff unter bestimmten Voraussetzungen auch giftig werden kann. Es gibt hier keine absolut g\u00fcltigen Grenzwerte, ab wann Sauerstoff f\u00fcr uns Menschen giftig wird, da eine toxische Wirkung auf von Mensch zu Mensch verschieden ist. Der Luftdruck in H\u00f6he des Meeresspiegels betr\u00e4gt in etwa ein Bar. Wir Menschen atmen an Land ein Luftgemisch von 21 % Sauerstoff und anderen Stoffen ein.Somit betr\u00e4gt der Partialdruck (Teildruck) von Sauerstoff in der Luft 0,21 Bar. Der Partialdruck eines Gases steigt proportional zum Gesamtdruck an. Da wir wissen, dass der Gesamtdruck bei steigender Tiefe immer zunimmt, atmet der Taucher Sauerstoff mit erh\u00f6hten Teildruck ein. Ab einem bestimmten Wert f\u00fchrt dieser dann zu einer Vergiftung. Ab einem Partialdruck von 1,7 Bar kann Sauerstoff schon toxisch sein. Eine Vergiftung tritt bereits erst nach einer Gewissen Einwirkzeit ein, d. h. je h\u00f6her die Tauchtiefe ist, desto schneller kann eine Sauerstoffintoxikation entstehen. So kann sie in 15 Metern Tiefe erst nach 35 Stunden, in 70 Metern nach einer Stunde, in 90 Metern Tiefe bereits nach einer halben Stunde eintreten. Solch lange Tauchzeiten werden in der Regel durch Ger\u00e4tetaucher mit herk\u00f6mmlicher Pressluft nicht erreicht. Mit einem Rebreather kann unter speziellen Umst\u00e4nden eine Sauerstoffentgiftung entstehen, da hier der Taucher teilweise auch reinen Sauerstoff einatmet. [\/vc_column_text][vc_separator css=&#8220;.vc_custom_1508739477356{margin-top: 15px !important;margin-bottom: 15px !important;}&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<h4>Gasnarkose<\/h4>\n<p>Bei einer Stickstoffnarkose spricht man von neurologischen Effekten, welche durch die vermehrte L\u00f6sung von Stickstoff im Blut in gr\u00f6\u00dferen Tauchtiefen auftreten. Durch den in der Tiefe erh\u00f6hten Umgebungsdruck beim Tauchen nimmt die L\u00f6sung von Stickstoff in den Geweben kontinuierlich zu. Der Partialdruck des Stickstoffs ver\u00e4ndert die elektrischen Eigenschaften der Nervenzellen und erzeugt einen narkotischen Effekt. Hievon ist allerdings die Taucherkrankheit abzugrenzen, welche durch das Ausperlen von Stickstoff und anderen Gasen beim Auftauchen entsteht. Als Faustformel l\u00e4sst sich sagen, ein narkotischer Effekt<br \/>\ndurch Stickstoff pro 15 Meter entspricht einem alkoholischen Getr\u00e4nks in der Menge eines Schnapsglases. In 45 Meter Tauchtiefe lassen sich ganz klar Ver\u00e4nderungen und Einschr\u00e4nkungen feststellen, wie die Einschr\u00e4nkung des Denkverm\u00f6gens, Halluzinationen oder andere Einschr\u00e4nkungen.[\/vc_column_text][vc_separator css=&#8220;.vc_custom_1508739477356{margin-top: 15px !important;margin-bottom: 15px !important;}&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<h4>HPNS<\/h4>\n<p>Das HPNS (High Pressure Nervous Syndrom) oder umgangssprachlich Heliumzittern oder Heliumtremor, ist eine St\u00f6rung des zentralen Nervensystems, welches durch die Atmung von Helium in Atemgasgemischen bei hohem Heliumpartialdruck ausgel\u00f6st wird. DAs HPNS tritt meist beim technischen Tauchen in mehreren hundert Metern Tiefe auf. In solchen Tiefen kann Pressluft nicht als Atemgas eingesetzt werden, sonst Sauerstoff ab einem Partialdruck von 1,6 bar giftig ist und der Stickstoff einen Tiefenrausch ausl\u00f6st. Deshalb wird in speziellen Atemgasen, wie Trimix, Heliox oder Hydreliox, der Sauerstoffanteil gesenkt und der Stickstoff teilweise oder komplett durch Helium ersetzt, das nicht narkotisch wirkt. Bei einer HPNS setzt ein unkontrolliertes Zittern der K\u00f6rperteile ein. Es kann sp\u00e4ter auch zu Schwindel, Koordinationsst\u00f6rungen oder teilweise t\u00f6dlichen Kr\u00e4mpfen kommen. Mit der Gabe eines narkotischen Gases wie Wasserstoff oder Stickstoff kann das HPNS teilweise eingeschr\u00e4nkt werden und die toxische Wirkung des Heliums wird teilweise aufgehoben. Ein deutlicher Erfolg kann jedoch nicht damit erreicht werden.[\/vc_column_text][vc_separator css=&#8220;.vc_custom_1508739477356{margin-top: 15px !important;margin-bottom: 15px !important;}&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<h4>Hitzeersch\u00f6pfung\/Hitzeschlag<\/h4>\n<p>Eine Hitzeerkrankung entsteht durch eine akute \u00dcberw\u00e4rmung, welche vom Organismus physiologisch nicht ausgeglichen werden kann. W\u00e4hrend ein Sonnenstich oder eine Hitzeersch\u00f6pfung meist selbst behandelt werden kann, ist bei Anzeichen eines Hitzeschlages sofort eine \u00e4rztliche Behandlung notwendig. Bei einer Hitzeersch\u00f6pfung liegt eine \u00dcberw\u00e4rmung des K\u00f6rpers vor, welche eine K\u00f6rpertemperatur zwischen 37 und 40\u00b0 Celsius aufweist. Ein weiteres Zeichen f\u00fcr eine Hitzeersch\u00f6pfung ist die Dehydration. Zu den Symptomen z\u00e4hlen<br \/>\nBei einer Hitzeersch\u00f6pfung liegt eine \u00dcberw\u00e4rmung des K\u00f6rpers mit einer K\u00f6rpertemperatur zwischen 37 bis 40\u00b0C vor. Zugrunde liegt neben der erh\u00f6hten W\u00e4rmezufuhr eine Dehydratation. Zu den Symptomen geh\u00f6ren: W\u00e4rmegef\u00fchl (\u201eFieber\u201c), Kopfschmerzen, \u00dcbelkeit und Erbrechen, Krankheitsgef\u00fchl, Appetitlosigkeit, Sch\u00fcttelfrost, Muskelschw\u00e4che, allgemeine Schw\u00e4che und M\u00fcdigkeit, Schneller Pulsschlag (Tachykardie), Tiefer Blutdruck, evtl. Bewusstlosigkeit, Durst, Sehst\u00f6rungen, Schwitzen. Ein Hitzschlag definiert man als eine K\u00f6rpertemperatur die \u00fcber 40\u00b0C liegt und zentralnerv\u00f6se St\u00f6rungen auftreten wie ein Delirium, Bewusstseinstr\u00fcbung, Halluzinationen, Erregung, Kr\u00e4mpfen und Koma. [\/vc_column_text][vc_separator css=&#8220;.vc_custom_1508739477356{margin-top: 15px !important;margin-bottom: 15px !important;}&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<h4>Hypothermie<\/h4>\n<p>Als Hypothermie bezeichnet man den Zustand der Unterk\u00fchlung des K\u00f6rpers und des Gewebes. Dieser Zustand tritt nach l\u00e4ngere Einwirkungszeit von K\u00e4lte auf den menschlichen K\u00f6rper auf. Bei der Hypothermie ist die W\u00e4rmeproduktion weit geringer als die W\u00e4rmeabgabe. Eine generelle Unterk\u00fchlung des K\u00f6rpers kann schwere Gesundheitssch\u00e4den verursachen und auch zum Tod f\u00fchren.[\/vc_column_text][vc_separator css=&#8220;.vc_custom_1508739477356{margin-top: 15px !important;margin-bottom: 15px !important;}&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<h4>Barotrauma<\/h4>\n<p>Als Barotrauma wird eine Verletzung bezeichnet, welche durch eine Ver\u00e4nderung des Umgebungsdruckes ausgel\u00f6st wird. Barotraumen k\u00f6nnen in allen gasgef\u00fcllten Hohlr\u00e4umen des K\u00f6rpers oder k\u00fcnstlichen Hohlr\u00e4umen auftreten, bspw. der Lunge, dem Mittelohr, den Pneumatisationsr\u00e4umen, den Nasenh\u00f6hlen sowie einer Tauchermaske. Ausgel\u00f6st wird dies durch eine Volumenver\u00e4nderung in der K\u00f6rperh\u00f6hle durch Druckver\u00e4nderung des Umgebungsdruckes, welche durch das Gewebe in der N\u00e4he nicht kompensiert werden kann. Das Ausma\u00df des Traumas ist von dem Umgebungsdruck und der Geschwindigkeit des Druckanstiegs bzw. -abfalls abh\u00e4ngig.<br \/>\n[\/vc_column_text][vc_separator css=&#8220;.vc_custom_1508739477356{margin-top: 15px !important;margin-bottom: 15px !important;}&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<h4>Lungen\u00fcberdehnungsverletzungen<\/h4>\n<p>Eine Lungen\u00fcberdehnungsverletzung entsteht in der Regel durch ein zu schnelles Auftauchen ohne einen entsprechenden Druckausgleich \u00fcber den Lungenautomaten, oder wenn der Lungenautomat au\u00dfer Funktion ist, sodass die Luft beim Abtauchen nicht allm\u00e4hlich abgegeben wird, sondern z. B. aus Angst angehalten wird. Selten kann es auch trotz korrekten Verhaltens zum Barotrauma der Lunge kommen. Zum besseren Verst\u00e4ndnis: Die Menge der eingeatmeten Luft steigt mit der Tiefe des Tauchganges. Der Wasserdruck komprimiert die Luft. Umgekehrt verh\u00e4lt es sich gleich. beim Auftauchen dehnt sich die Luft wieder aus. Daher sollte auch von Anf\u00e4ngern immer trainiert werden beim Auftauchen die Luft nicht anzuhalten. Denn gerade bei Schwierigkeiten wollen diese unbedacht an die Wasseroberfl\u00e4che zur\u00fcckkehren und halten dabei nicht selten die Luft einfach an. Eine Lungen\u00fcberdehnungsverletzung ist gef\u00e4hrlich, sie kann Luft in den Blutkreislauf pressen, was zu ernsthaften Verletzungen oder gar L\u00e4hmungserscheinungen f\u00fchren kann. Ebenfalls kann eine solche Verletzung der Lunge auch zum Tod f\u00fchren. Die Lungen\u00fcberdehnungsverletzung macht sich sofort nach dem Auftauchen bemerkbar und sollte sofort \u00e4rztlich behandelt werden.<br \/>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text] Krankheiten die in Verbindung mit dem Tauchen stehen Es gibt Krankheiten, welche in Verbindung mit dem Tauchen auftreten. Jeder Taucher lernt diese oder h\u00f6rt von diesen in seiner &#8222;Laufbahn als Taucher&#8220;. Bei der Beachtung der Sicherheitsma\u00dfnahmen ist das Tauchen nicht gef\u00e4hrlich, vorausgesetzt man ist gesund. 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